TTT

Projekte TTT

TTT Ist die verbale Abstraktion einer improvisierten Musik, deren Struktur durch konzentriertes entstehen lassen grooviger Rhythmik und frei improvisierter Melodieführung eines oder vieler solistischer Instrumente. Diese Musik hat absoluten emotionalen Charakter und widerspiegelt das Leben der integrierten Musiker.

Wie das T als abstrakte Deutung von horizontal und vertikal in der Malerei, wird Rhythmik und Solo behandelt. Durch diese bewusste Funktionstrennung versuchen wir das musikalische Ego der Musiker oder Künstler herauszuhalten. Aus diesem Grund war zu Gründerzeiten von TTT 1983 (A.R.Penck-F.Wollny-H.Wollny), die Band als Trio begrenzt. Jedoch wurde die musikalische Abstraktion zu dieser Zeit auf Grund der noch starken Rockjazz Einflüsse nicht erreicht.

     
 H. Wollny, A.R.Penck, F.Wollny
Washington Square NY
 H.Wollny in Dublin  F.Wollny in Dublin

Erst durch den Saxophonisten Frank Wrigth, der als ständiges Bandmitglied Ende der 80er zu TTT kam, gab es den erwünschten Schritt. Jeder neue Musiker bekam die Bezeichnung T. Beeinflusst von Albert Ayler wurde von Wrigth die Basclarinette ins Spiel gebracht. Auf der CD „TTT in Ulm“ ist eines dieser sehr expressiven Stücke zu hören.

     
 F.Wright
in London ICA
 F.Wright in Jule Kevenig
Galerie
 F.Wright + p.Kowald in
Riversidestudio London

Frank Wrigth wurde in den vielen Konzerten eine echte Gegenüberstellung amerikanischer Auffassung und europäischer Auffassung. Dieses Konglomerat hatte zur Folge die Vergrößerung des Ensembles mit internationalen Musiker und deren Wurzeln. Hier ist zuerst der Drummer Louis T. Moholo zu nennen, dessen südafrikanische Polyrhythmik die gesamte Motorik veränderte. Frank Wrigth und Louis spielten Himmel und Hölle.

     
 Louis T.Moholo
in Royal Academi
   Louis im ICA

Auftritte mit englischen Musikerkollegen hatten dagegen eher romantische Werte, die wir nicht wollten. Dagegen wurden die Kombinationen mit Butch Morris eine großartige Bereicherung. Ebenso die Auftritte mit Denis K. Charles der in der New Yorker Zeit mit Billy Bang und Frank Lowe zu sehr interessanten Dokumentationen führte und mit den Vinyls „ be cool in munich „ dokumentiert wurde.
Im New Yorker Studio kam es zu einer vocalen Erweiterung mit Jeanne Lee ( don`t freeze yourself to death overthere in those mountain ) die uns von Zeit zu Zeit bis zum traurigen Ende begleitet hat. Ebenso zeugt eine Aufnahme mit dem Saxophonisten C. Sharpe ( Endless Jazz ) vom einmaligen Charakter dieser Musik.

   
 Jeanne Lee  Terence C. Sharbe

Somit begannen wir darüber nachzudenken, in einer direkten Konfrontation beide Wurzeln, die der amerikanischen und europäischen Musik aufeinander treffen zu lassen. Ebenso mehr vocale und tänzerische Elemente einzubringen. „ The Mall „ im Zentrum von London wurde dann auch für eine Woche Schauplatz des Festivals. Der letzte Tag wurde von Butch Morris dirigiert

   
 Butch dirigiert
im ICA London
 F.Wright und Jeanne Lee
   
 Coon Alberts und F.Wright  Butch Morris und
Denis „Kingg“ Charles

Drums wurde besetzt mit Coen Alberts aus Rotterdam, Louis T. Moholo aus London und Denis King Charles aus New York. Penck am Piano, Conrad Bauer Posaune, Jeanne Lee und Phil Minton Vocal, Peter Kowald Kontrabass, Frank Wrigth Tenor, Terry Atkins Alto.

Das nächste größere Projekt wurde der Kammermusiksaal der Philharmonie in Berlin. Auch dazu machte Penck eine Grafik.

TTT verlegte den Standort nach Deutschland, in die Nähe von Köln, in die Eifelstadt Heimbach.

Grafik von A.R.Penck zur Homage. Der plötzliche Tod von Frank Wrigth war der größte Verlust für die Band und durch einen anderen Saxophonisten nicht mehr zu beheben. The Spirit was gone. TTT organisierte eine Hommage à Frank Wrigth. Die meisten Musiker die mit ihm gespielt hatten kamen.

So auch Alan Silva, der zu dieser Zeit mit Synthesizer experimentierte, wurde die neue Konzeption von TTT. Es wurde ein gelungener Neuanfang ( CD – The new TTT ).

Damit veränderte sich mein Bass Spiel in eine neue Richtung. Ich versuchte zu spielen wie ein Linienbus klingt wenn er abends durch ein stilles Tal fährt. Die von Alan erzeugte Geräuschkulisse am Synthesizer brachte mich nach einem Experiment dazu. Außerdem kamen mit Alan sehr abstrakte harmonische Ableitungen in unser Spiel.

   
 Workshop in Schönblick  Billy Bang und Kidd Jordan

Im Kunst und Kulturzentrum in Heimbach hatte TTT ideale Möglichkeiten der experimentalen Ausschweifung und es kam zur ersten Berührung mit orientalischer und asiatischer Musik. Leider verließ A.R. Penck die Band Mitte der 90er um in Irland zu leben.
Damit wurde die Ebene der bildenden Kunst aus dem Konzept genommen. Jedoch war Markus Lüpertz sofort bereit diese Funktion zu übernehmen. Außerdem hat er als Pianist einen musikalischen Bereich der Harmonik übernommen, welcher bisher zu sehr von musikalischen Grundgedanken getragen wurden. Nach anfänglichen romantischen Ausflügen wurde das Konzept durch den Saxophonisten Edward Kidd Jordan wieder ausgerichtet, zumal
er sich mit Jesus Canneloni blind verstand . Nach meinem Rückzug aus dem Hause Schönblick, zog ich nach Vlatten.
TTT spielte jedes Jahr zur Jazz Rally in Düsseldorf

Besetzung zur Jazz Rally 2001

     
 Louis T.Moholo  Edward Kidd Jordan  Udo Lindenberg
     
 Jesus Canneloni  Markus Lüpertz  Frank Wollny
 
 Manfred Schoof

Die Rhythmusgruppe waren dann Frank Köllges –drums, Frank Wollny –bass, Markus Lüpertz das pianische Malwerkzeug, Kidd Jordan und Jesus Canneloni die Solos on Top. Da es finanziell und zeitlich nicht immer geht Kidd Jordan von New Orleans her zu fliegen, haben wir die Möglichkeit genutzt Manfred Schoof –trump. einzuladen, der mittlerweile zur Stammband gehört. So auch Wolfgang Lackerschmid – Vibraphon und Peter Sandkaulen –git zu größeren Anlässen. 2004 im April kam es dann zu einem Konzert im Bonner Arithmeum mit großer Besetzung und Mitschnitt des Senders Deutschlandfunk. Die Einführung übernahmen 10 Spielmaschinen von Butch Morris, der den letzten Teil des Konzertes dirigierte.

 
 Konzert: Arithmeum April 2004
     
 Frank Köllges  Wolfgang Lackerschmid  Peter Sandkaulen
     
 Butch Morris  Frank Wollny  Manfred Schoof
     
 Jesus Canneloni  Markus Lüpertz  Conductor Butch